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PROJEKTE / Cerro Las Minitas, Durango (Mexiko)

Das Projekt Cerro Las Minitas liegt etwa 70 Kilometer nordöstlich der Stadt Durango im mexikanischen Bundesstaat Durango und verfügt über eine gute Straßenanbindung. Das Konzessionsgebiet besteht aus 18 Konzessionseinheiten mit einer Gesamtfläche von rund 13.640 Hektar und befindet sich direkt im Herzen des Silbergürtels Faja de Plata im nördlichen Zentrum Mexikos. Der Gürtel ist eine der bedeutendsten Silberbergbauregionen der Welt mit aktuellen Reserven/Ressourcen und einer historischen Produktionsmenge von über 3 Milliarden Unzen Silber.

Die oberflächennahe Mineralisierung liegt in Form von Massivsulfidschloten, Erzgängen und Verdrängungslagerstätten vor, die an den Rändern mit Skarnalterierungen eines großen Intrusionskörpers verteilt sind. Bisher konnte Southern Silver zwei hochgradige Silber-Polymetall-Lagerstätten - die Zone Blind und die Zone El Sol - lokalisieren, die zum Teil abgegrenzt wurden. Daneben finden sich über das gesamte Konzessionsgebiet verteilt eine Reihe weiterer vorrangiger Zielzonen. Eine Liste mit ausgewählten Abschnitten der Zone Blind finden Sie hier und Abschnitte aus der Zone El Sol sowie anderen Zielzonen des Konzessionsgebiets hier.

Zusätzlich zu den höherliegenden Silber-Polymetall-Zielen der Zonen Blind und El Sol besteht hervorragendes Explorationspotenzial für die Erschließung tiefergelegener Porphyr- oder Skarnziele, die näher bei der Kontaktzone mit der zentralen Monzonitintrusion liegen.

Exploration

Southern Silver explorierte das Konzessionsgebiet zwischen Ende 2010 und 2012 und führte sowohl luftgestützte als auch bodengestützte geophysikalische Messungen auf dem Projektgelände sowie Kernbohrungen über 15.510 Meter in 62 Bohrlöchern durch. Freeport absolvierte in den Jahren 2013/14 insgesamt 13 weitere Bohrungen mit 7.800 Bohrmetern. Die Mineralisierung liegt in Form von Massivsulfidschloten, Erzgängen und Verdrängungslagerstätten vor, die an den Rändern mit Skarnalterierungen eines großen Intrusionskörpers verteilt sind. Das geologische Umfeld weist Ähnlichkeiten mit den großen mexikanischen Karbonat-Verdrängungslagerstätten (CRDs) wie Santa Eulalia (45 Mio. t mit 310 g/t Ag, 7,1 % Zn und 8,2 % Pb) sowie den Skarn-Lagerstätten wie San Martin (60 Mio. t mit 118 g/t Silber, 0,9 % Kupfer und 3,9 % Zink) auf.

Bisher konnten zwei hochgradige Silber-Polymetall-Lagerstätten - die Zone Blind und die Zone El Sol - teilweise abgegrenzt werden. Daneben wurden über das gesamte Konzessionsgebiet verteilt eine Reihe weiterer vorrangiger Zielzonen ermittelt. In den Lagerstätten Blind und El Sol kamen Geo-Modelle mit einem Silberäquivalent-Cutoff von 80 g/t zum Einsatz. Dabei wurden auf einer Streichenlänge von insgesamt 820 Metern zahlreiche ausgeprägte Mineralisierungsstrukturen ermittelt, die sich von der Oberfläche ausgehend bis in eine Tiefe von bis zu 600 Meter ausdehnen.

Zwischen 2012 und 2014 führte FMEC ein Programm zur Messung der geochemischen und geophysikalischen Eigenschaften in Boden und Vegetation über das gesamte Konzessionsgebiet verteilt durch. Im Rahmen von geophysikalischen IP-Tiefenmessungen auf drei zusätzlichen Linien und einer Gravitationsmessung im Bereich des „Cerro“ (Hügel) konnte FMEC sowohl die seitliche Ausdehnung von Anomalien, die im Zuge früherer Arbeiten von Southern Silver ermittelt wurden, bestätigen, als auch die Ausläufer einer Reihe bestehender Ziele bis in eine Tiefe von mehr als 600 Meter nachverfolgen.

Die Bohrungen im Sommer 2013 zielten auf das Gebiet von South Skarn und insbesondere auf eine Offset-Bohrung von Loch 12CLM-055 ab, wo zuvor in einem 20 Meter breiten Abschnitt innerhalb einer Hämatitbrekzie eine hochgradig anomale Goldmineralisierung mit einem durchschnittlichen Goldgehalt von 0,8 g/t aufgefunden worden war. Darin enthalten war auch ein 4,3 Meter breiter Abschnitt mit einem durchschnittlichen Erzgehalt von 2,8 g/t Gold und 28 g/t Silber. Ein zweiter 4,3 Meter breiter Abschnitt mit einem durchschnittlichen Erzgehalt von 1,4 g/t Gold, 89 g/t Silber und 1,8 % Kupfer wurde im unteren Bereich des Lochs innerhalb einer Chlorit-Granat-Skarn-Mineralisierung durchteuft. In diesem Gebiet wurden 4 Löcher gebohrt, mit denen die Streichenlänge auf 250 Meter und die Tiefe bis 300 Meter unterhalb der Oberfläche erweitert werden konnten. Ein Loch ging vor der Zieltiefe verloren. Die Mineralisierung bei South Skarn ist nord-nordöstlich entlang des Streichens in Richtung der historischen Mine La Bocona sowie auch in der Tiefe nach wie vor offen.

Ein Loch (13CLM-066) wurde durch die Zone Blind hindurch gebohrt, um zu prüfen, ob sich unmittelbar neben der zentralen Intrusion eine Skarnmineralisierung befindet. In diesem Loch wurden nicht nur erfolgreich verschiedene Horizonte der Zone Blind durchschnitten, sondern auch die Zone El Sol ab Oberflächenniveau bis in eine Tiefe von mehr als 600 Meter erweitert sowie mächtige Abschnitte einer mit Zink angereicherten Skarnmineralisierung entdeckt.

Weitere Bohrungen wurden im November 2013 eingeleitet und waren auf die tiefliegende Mineralisierung vom Porphyrtyp gerichtet. Loch 13CLM-073 bestätigte die Existenz einer anomalen Alterierung und Mineralisierung tief innerhalb der zentralen Intrusion (siehe Pressemeldung vom 27. Februar 2014), konnte aber keine wirtschaftlich relevante Mineralisierung lokalisieren. Zwei weitere Tiefenbohrungen wurden in diesem Gebiet niedergebracht; in beiden wurden ausgedehnte Zonen mit anomaler Mineralisierung entdeckt.

Im Mai 2015 kündigte Southern Silver eine Earn-in-Vereinbarung mit Electrum Global Holdings L.P. an, die Electrum das Recht zusicherte, über einen Zeitraum von 48 Monaten durch die Finanzierung der Explorations- und Erschließungsarbeiten in Höhe von 5,0 Millionen USD eine indirekte Beteiligung von 60 % am Konzessionsgebiet zu erwerben. Im Zuge des Bohrprogramms 2015 konnten eine neue hochgradige Mineralisierung im Bereich der Mine La Bocona (Loch 15CLM-078) ermittelt sowie die Zonen Blind und El Sol entlang des Streichens und in der Tiefe erweitert werden. Die nachstehende Abbildung zeigt die Verteilung der Bohrlöcher des Programms 2015. In der anschließenden Tabelle sind die Proben aus allen 2015 gebohrten Löchern zusammengefasst.

Abbildung: Verteilung der Bohrlöcher und bedeutende Ziele – Cerro Las Minitas

Tabelle: Proben aus Bohrlöchern 2015

Goldanalyse anhand Brandprobe/Atomabsorption und ICP-AES-Methode durch ALS Laboratories, North Vancouver, BC. Analyse von Grenzwertüberschreitungen bei Silber (> 100 ppm), Kupfer, Blei und Zink (> 1 %) durch ICP-Analyse des Erzgehalts, hohe Grenzwertüberschreitungen bei Silber (> 1500 g/t Ag) und Gold (> 10 g/t Au) werden zusätzlich anhand der Brandprobe analysiert. Analyse hoher Pb-Grenzwertüberschreitungen (> 20 %) durch Titration. Der Silberäquivalentwert wurde auf Basis der durchschnittlichen Metallpreise über zwei Jahre per 25. September 2015 errechnet: 18,2 US$/Unze für Silber, 1240 US$/Unze für Gold, 2,8 US$/Pfund für Kupfer. 0,9 US$/Pfund für Blei und 0,9 US$/Pfund für Zink. In den Silberäquivalentberechnungen wurde die relative metallurgische Ausbeute der Metalle nicht berücksichtigt.

Für die Zonen Blind und El Sol wurden die geschätzten wahren Mächtigkeiten anhand der abwärts fallenden Ausläufer der Mineralisierung errechnet. Für die Erweiterung La Bocona wurde die geschätzte wahre Mächtigkeit durch Annahme von lotrecht zum Bohrkern verlaufende vertikale Strukturen errechnet.

Wichtigste Fakten zu den Ressourcen

Am 21. März 2016 veröffentlichte das Unternehmen eine erste 43-101-konforme Ressourcenschätzung für das Projekt Cerro Las Minitas. Es ergaben sich Ressourcen der angezeigten Kategorie mit 10,8 Mio. Unzen Ag, 189 Mio. Pfund Pb und 207 Mio. Pfund Zn (36,5 Mio. Unzen Ag-Äqu.) sowie Ressourcen der abgeleiteten Kategorie mit 17,5 Mio. Unzen Ag, 237 Mio. Pfund Pb und 626 Mio. Pfund Zn (77,3 Mio. Unzen Ag-Äqu.)(1) Daraus resultieren geschätzte Explorationskosten in Höhe von 0,10 $ pro Unze Silberäquivalent im Boden, was auf eine rasche und kosteneffiziente Förderung schließen lässt, die das Unternehmen in den kommenden Jahren in Angriff nehmen will.

Tabelle: Basisszenario der Mineralressourcenschätzung bei einem Silberäquivalent-Cutoff von 150 g/t

1. Für die Berechnung des Silberäquivalent-Cutoff-Werts von 150 g/t wurden langfristige Durchschnittspreise von 15 $/Unze für Silber, 1.100 $/Unze für Gold, 2,75 $/Pfund für Kupfer, 0,90 $/Pfund für Blei und 0,90 $/Pfund für Zink sowie eine Metallausbeute von jeweils 82 % für Silber, 86 % für Blei und 80 % für Zink herangezogen. Alle Preise sind in US-Dollar angegeben.

Die Ressourcenschätzung ist insofern ein wichtiger Meilenstein in der Erschließung des Projekts Cerro Las Minitas, als damit der erste Schritt zur Abschätzung des Potenzials für die Erschließung einer großen Mine gesetzt wurde. In der nachstehenden Abbildung sind die für 2016 vorgesehenen Pläne für eine rasche und effiziente Erweiterung der bestehenden Ressourcen mit einer Zielvorgabe von über 20 Millionen Tonnen und einem Erzgehalt von 80‐120 g/t Ag bzw. 4‐8% Pb/Zn (über 200 Mio. Unzen Ag-Äqu.)(2)  ersichtlich.

Abbildung: Verteilung der Bohrlöcher und bedeutende Ziele – Cerro Las Minitas

2. Das Explorationsziel hat rein konzeptionellen Charakter und basiert hinsichtlich der Mineralisierung auf Prognosen, die über die standardmäßige CIM-Klassifizierung der Mineralressourcen hinausgehen und nicht als Mineralressourcenschätzung zu werten sind.

Ressourcenparameter

Für die Schätzung wurde ein Blockmodell auf Basis von 3D-Wireframes in den einzelnen Mineralisierungszonen erstellt. Das Blockmodell besteht aus einer Reihe von Blöcken im Format 10 m x 2 m x 10 m; die Silber-, Gold-, Kupfer-, Blei- und Zinkgehalte wurden mittels ID2-Gewichtung interpoliert. Anhand des durch Interpolation ermittelten Erzgehalts der Blöcke wurden anschließend die Silberäquivalentwerte errechnet.

Die Interpolation erfolgte in drei Schritten, wobei der Suchradius stufenweise bis auf maximal 100 m x 100 m x 25 m vergrößert wurde. In allen Schritten wurde die Interpolation auf mindestens 1 und höchstens 8 Mischproben begrenzt, wobei pro Bohrloch maximal 4 Mischproben entnommen wurden (d.h. es waren mindestens zwei Bohrlöcher für mehr als 4 Mischproben erforderlich).

Die Raumdichte wurde von den Mitarbeitern von Southern anhand von insgesamt 106 Einzelmessungen in neun Mineralisierungszonen über einen Bereich zwischen 2,9 m und 10,9 m Mächtigkeit ermittelt. Diese Dichtewerte lagen zwischen 2,51 t/m3 und 4,15 t/m3. Es wurde allerdings ein Durchschnittswert von 2,85 t/m3 verwendet, da dieser als repräsentativ für die Dichtewerte in den Zonen Blind, El Sol und Santo Nino erachtet wurde.

Nur Silberwerte wurden gedeckelt, um allfällige Auswirkungen einer möglichen Überschätzung aufgrund von statistischen Ausreißern zu verhindern. Als Schwellenwert wurde 600 g/t Silber gewählt. Es erfolgte eine Analyse um festzustellen, ob eine Begrenzung des Erzgehalts für die anderen enthaltenen Metalle notwendig ist; dies wurde als nicht erforderlich erachtet.

Tabelle: Zusammenfassung der Mineralressourcen im Projekt Cerro Las Minitas im mexikanischen Bundesstaat Durango

Anmerkungen:

  1. Die aktuelle Ressourcenschätzung wurde von Garth Kirkham, P.Geo. (Kirkham Geosystems Ltd.) erstellt.
  2. Die Klassifizierung der Mineralressourcen wurde anhand der CIM-Richtlinien definiert.
  3. Die Mineralressourcen wurden im Wesentlichen von geologischen Rahmenbedingungen und Shells mit einem ungefähren Erzgehalt von 10 g/t Silberäquivalent begrenzt.
  4. Für die Berechnung der Mineralressourcen wurden langfristige Preise von 15 $/Unze für Silber, 1.100 $/Unze für Gold, 2,75 $/Pfund für Kupfer, 0,90 $/Pfund für Blei und 0,90 $/Pfund für Zink sowie eine Metallausbeute von jeweils 82 % für Silber, 86 % für Blei und 80 % für Zink herangezogen. Alle Preise sind in US-Dollar angegeben.

Die Mineralisierungszonen wurden zunächst von den Mitarbeitern von Southern definiert und anschließend von KGL validiert und verfeinert. Für die Definition der mineralisierten Wireframes wurde eine Kombination aus geologischen Begrenzungen, ein Schwellenwert von rund 10 g/t Ag-Äqu. (Cutoff-Gehalt) und keine Mindestvorgabe bei der Mächtigkeit gewählt.

In allen Zonen wurden Blöcke der abgeleiteten Kategorie zugeordnet, wenn sie nicht weiter als 100 m von einem Bohrlochabschnitt entfernt waren. Alle maximal 50 m vom nächsten Abschnitt entfernten Blöcke, für die in mindestens zwei Bohrlöchern eine Schätzung vorgenommen wurde, wurden der angezeigten Kategorie zugeordnet. Allerdings wird die Abgrenzung in der endgültigen Bewertung der angezeigten Ressourcen gesehen, um einen sogenannten „Spotted Dog-Effekt“ zu vermeiden (z.B. isolierte Betrachtung bei der Ressourcenklassifizierung).